Mittwoch, 7. Januar 2015

Büchergemauschel: Leseflauten

Hallo alle zusammen,

heute möchte ich gerne ein kurzes Büchergemauschel über das Thema Leseflauten führen.
Wer kennt es auch? Dieses nervtötende Gefühl, nicht lesen zu wollen. 
Es gibt in meinem Leben eigentlich keinen Tag an dem ich nicht zumindest ein Buch in der Hand halten möchte, einfach um es zu bestauen; das Cover, die Seitenanzahl, die Schriftart und die Aufmachung. Ein bisschen darin zu blättern und schöne Zitate zu entdecken.
Am Liebsten möchte ich natürlich auch an jedem Tag lesen, doch das ist nicht immer zu schaffen. Dann geschieht es plötzlich dass sich das - nicht lesen - einschleicht und man sich plötzlich zurück erinnert und bemerkt dass es schon zwei oder drei Tage her ist, dass man das letzte Mal ein Buch zwischen den Fingern hatte.
Du gehst also zu deinem Bücherregal und willst dir ein neues Buch raussuchen, doch dir fällt auf dass du nur Blödsinn im Regal hast (Was du tatsächlich natürlich nicht hast) aber dir fehlt einfach die Muse um ein neues Buch zu beginnen. 
Also gehst du zurück zu deinem angfangenen Buch und schlägst es auf, fängst an zu lesen und denkst urplötzlich an irgendwelche anderen Dinge. Eine Seite danach fällt dir auf dass du nichts von dem behalten hast was du gerade in der letzten Minute gelesen hast. Du fängst von vorne an und deine Gedanken ziehen und ziehen und ziehen aber nicht in die Richtung des Buches. 
Du bemerkst dass du wieder einmal nichts behalten hast und fragst dich solangsam ob dir das Lesen genau in diesem Moment überhaupt Spaß macht und du beantwortest diese Frage innerlich mit einem klaren Nein.
Eine Leseflaute ist eine schwierige Angelegenheit, man kann sie nicht einfach überbrücken, sie sich ausreden oder gegen sie ankämpfen. Das beste was man tun kann ist - sie aushalten.
Diese schlimme Zeit, Bücher für langweilig zu halten auszuhalten und sich nicht vorzunehmen jeden Tag lesen zu müssen obwohl man keine Lust dazu hat. Man lässt es einfach sein und urplötzlich kommt sie wieder - die Liebe, Leidenschaft und das Verlangen nach Büchern zwischen den Fingern.
Und schwups! Bist du wieder vollkommen im Bücherwahn. Versuchst dich zu überschlagen mehr und mehr Bücher zu lesen und hörst dein Herz schneller schlagen wenn du die Buchhandlung betrittst.

Mein Fazit zum Thema Leseflaute ist also, sie auszuhalten. Sie ist vergleichbar mit einer Beziehung oder Ehe, es gibt schwierige Phasen in den man keine Lust hat auch nur den anderen "reden" zu hören und es gibt Zeiten da hängst du nur so an seinen "Lippen". 
Man muss sich den Freiraum einräumen, mal auch nicht lesen zu wollen, so ist das unter Bücherjunkys nun mal.

Wie seht ihr das Thema Leseflaute und habt ihr Erfahrungen damit?

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