Montag, 14. September 2015

Rezension: Das Licht der letzten Tage - Emily St. John Mandel


Titel: Das Licht der letzten Tage
Autor: Emily St. John Mandel
übersetzt von: Wibke Kuhn
Verlag: Piper Verlag
erschienen: 14. September 2015
Reihe: -
Umfang: 416 Seiten
Preis: 14,99 € [D] Klappenbroschur
ISBN: 978-3-492-06022-6

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Inhalt
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"Hoffnungsvoll düster, schrecklich zart und tragisch schön.
Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tage langsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie vermissen all das, was einst so wundervoll und selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass alles für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg werden sie von Hoffnung geleitet – und Zuversicht. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer."


Meinung
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Dieses post-apokalyptische Werk von Emily St. John Mandel ist ein außergewöhnlicher All-rounder.

Der direkte Start in die Geschichte benannt als  "Das Theater", über Arthur in der allwissenden Erzählerperspektive, lies direkte Verwunderung und Unwissenheit aufkommen. Man wird in das Szenario des "Sommernachtstraums" förmlich hereingeschmissen und versucht zu entschlüsseln, wo, warum und mit wem man sich gerade in diesem träumerischen Szenario befindet.

So geht es eigentlich das ganze Buch lang. Ständige Perspektivenwechsel, große Charaktervielfalt.
Eine Geschichten die das Leben von Hunderten erzählt, welche alle ein Schicksal teilen - nämlich das tödliche und höchst ansteckende Virus, welches die Menschheit hinraffte.

Erzählt wird anfangs, vor dem Tag 0, dem Tag an dem das Virus den Großteil der Menschhheit getötet hat. Allerdings sind einige Zeitsprünge enthalten und nach jedem Kapitel muss man sich als Leser fragen, in welcher Zeit man sich gerade befindet und welchen Charakter man begleiten darf.

Was mir sehr gut gefallen hat war, dass die Charaktere, so unterschiedlich und außergewönlich sie beschrieben waren, immer irgendeinen kleinen Zusammenhang miteinander hatten. So ist Kirsten, eine junge Frau, welche den apokaliptischen Virus überlebt hat, anfangs, noch als Kind dabei als Arthur auf der Bühne zusammenbricht. Später im Buch erzählt sie ihre Erinnerung über diesen genialen Schauspieler und wie sie das Theater damals erlebt hat.

Ein großes Spinnennetz von Persönlichkeiten, welche alle am gleichen Faden hängen. Ein Kampf übers Überleben, eine Erzählung von Zwischenmenschlichkeit, Grausamkeit und Liebe und Freundschaft. So viele verschiedene Facetten trägt dieses Buch in sich, dass ich mich manchmal fragte ob es ein undurchsichtiger Traum ist oder eine Halluzination. Alles verschwimmt ineinander, nichts ist wirklich klar oder greifbar. [...]


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